Neuer Vorschlag für Modus-Änderung

Das SFL-Komitee hat sich erneut mit den Fragen nach der idealen Struktur und dem besten Modus für die Super League und die Challenge League auseinandergesetzt. An der GV am 22. November 2019 wird den Klubs vorgeschlagen, die höchste Liga aufzustocken und einen zweistufigen Modus einzuführen.

Vor zwei Jahren hatte die SFL in einem ausgedehnten und transparenten Prozess die Strukturen der beiden höchsten Schweizer Fussball-Ligen und deren Spielmodus überprüft. Am Ende des Prozesses waren grundsätzlich die Bereitschaft und der Wunsch vorhanden, die Super League von 10 auf 12 Klubs zu erweitern.

Die eingehende Auseinandersetzung mit möglichen Alternativen und die wiederholten Diskussionen führten im November 2017 bei der grossen Mehrheit der Klubvertreter allerdings noch zur Haltung, dass die Zehnerliga mit dem aktuell ausgetragenen Modus die beste Lösung darstellt. Die Zeit war noch nicht reif und verschiedene Punkte sprachen gegen eine Umsetzung, worauf auf die Saison 2018/19 hin einzig die Barrage zwischen dem 9. der Super League und dem 2. der Challenge League eingeführt wurde.

Veränderte Vorzeichen
Anlässlich von Klubtreffen im Frühling 2019 forderte eine Mehrheit der Klubs die SFL auf, die Diskussion über die Aufstockung der Super League auf 12 Teams erneut aufzunehmen. Im Vergleich zu 2017 hat sich die Ausgangslage in verschiedenen Punkten verändert. So ist die SFL zum Beispiel im Bereich der TV-Rechte frei, über Format und Modus zu entscheiden, weil eine allfällige Änderung exakt mit dem Beginn der neuen Vertragsphase ab 2021/22 umgesetzt werden kann.

Das Komitee der SFL hat den Auftrag der Klubs entgegengenommen und an seiner letzten Sitzung den folgenden Vorschlag erarbeitet, der nun mit den Klubs im Detail besprochen werden soll:

  • Aufstockung der Super League auf 12 Klubs (eine mögliche Erweiterung auf 14 oder mehr Klubs wird wegen fehlendem Potenzial an Klubs und Modus-Schwierigkeiten verworfen)

  • Zweistufiger Modus in der Super League mit 22 Qualifikationsrunden und einer zweiten Phase mit 6 Klubs in der Finalrunde (10 Spiele) und 6 Klubs in der Platzierungsrunde (10 Spiele); nach den ersten 22 Runden sollen die Punkte halbiert werden (Variante: Punkte bleiben erhalten)

  • Der Letztplatzierte der Super League (Rang 12) steigt direkt in die Challenge League ab, der Klub auf Rang 11 bestreitet die Barrage gegen den Zweiten der Challenge League

  • Der Sieger der Platzierungsrunde (Rang 7) erhält die Chance, in einem Playoff mit Hin- und Rückspiel dem letzten für die Qualifikation zur UEFA Europa League berechtigten Klub (Rang 3 oder 4) diesen Platz im europäischen Wettbewerb streitig zu machen

  • Status Quo in der Challenge League mit 10 Klubs und heutigem Modus


In der Übergangssaison 2020/21 sollen zwei Klubs aus der Challenge League direkt in die Super League aufsteigen, der letzte Platz in der neuen Zwölferliga soll in einer Barrage mit Hin- und Rückspiel zwischen dem 10. der Super League und dem 3. der Challenge League ausgespielt werden. Aus der Promotion League gibt es zwei Aufsteiger. Es ist angedacht, dass auch hier der 10. der Challenge League mit dem 3. der Promotion League in einer Barrage um den letzten Platz in der zweithöchsten Liga spielt.

Umsetzung vorgesehen für die Saison 2021/22
Das Ziel ist es, anlässlich der Generalversammlung der SFL vom 22. November 2019 einen definitiven Entscheid zu fällen, damit die neue Struktur und der neue Modus auf die Saison 2021/22 eingeführt werden können. Für die Änderungen ist eine 2/3-Mehrheit innerhalb der SFL erforderlich.

Eine Aufstockung der Anzahl Klubs muss zusätzlich auch von den anderen Abteilungen innerhalb des SFV befürwortet und abgesegnet werden. Die notwendige Abstimmung könnte anlässlich der Sitzung des Verbandsrates vom 23. November 2019 erfolgen.