Zuschauerrekord in der BCL - Rückgang in der RSL

  • Die Fans des FC Zürich besuchten die Spiele ihres Klubs in der BCL sehr zahlreich. (freshfocus)

Der FC Zürich bescherte der Brack.ch Challenge League einen neuen Zuschauerrekord. Durchschnittlich 2806 Fans besuchten die 180 Spiele der zweithöchsten Liga. In der Raiffeisen Super League verzeichneten die Klubs einen Rückgang von rund 7 Prozent auf 9944 Fans pro Partie.

Die Teilnahme des FC Zürich an der Meisterschaft der Brack.ch Challenge League (BCL) in der Saison 2016/17 brachte der Liga einen neuen Zuschauerrekord. Im Schnitt besuchten 2806 Fans die Partien der zweithöchsten Spielklasse. Auch das Total von 505'117 Besuchern ist erfreulich hoch. Seit 2003/04 gab es nur eine Saison mit einer höheren Gesamtzahl (525'654), allerdings wurden 2005/06 mit 18 Mannschaften 306 Spiele ausgetragen (Schnitt von 1718).

» Zuschauerzahlen Brack.ch Challenge League

Der FCZ seinerseits erreichte mit durchschnittlich 9702 Fans die dritthöchste Zuschauerzahl in der Geschichte der BCL. Geschlagen wurden die Zürcher zwei Mal durch den FC St. Gallen: 2008/09 mit 12'470 und 2011/12 mit 10'711 Besuchern im Schnitt. Der Saisonbestwert aus der letzten Runde gegen den FC Wohlen (14'455) schafft es auf Rang 5 der BCL-Bestwerte seit 2003. Auch hier hält der FCSG mit 19'500 Zuschauern anlässlich der Aufstiegsfeier 2009 den Rekord.

Mit den Klubs aus Aarau (3495) und Winterthur (3506) verzeichneten zwei weitere BCL-Mannschaften im Schnitt über 3000 Besucher, Xamax (2932), Servette (2445) und Schaffhausen (2329) über 2000. Abgeschlagen am Ende der Rangliste figurieren Chiasso (666) und Le Mont (637).

Leichter Rückgang in der Raiffeisen Super League
Für die Klubs der Raiffeisen Super League (RSL) hatte der Abstieg des FC Zürich dagegen negative Auswirkungen auf die Zuschauerzahlen. 8 von 10 Klubs mussten einen Rückgang hinnehmen. Aufsteiger Lausanne begrüsste im Schnitt 4216 Personen weniger als im Vorjahr der FCZ. Am stärksten verlor Basel (-2100 Fans pro Spiel auf 26'497, rund -38'000 im Total), aber auch die Einbussen bei GC (-1450 pro Spiel auf 5011), Thun (-662 auf 5405), St. Gallen (-408 auf 12533), Luzern (-337 auf 10955), Lugano (-192 auf 4049) und Vaduz (-107 auf 3899) drückten den Gesamtschnitt um 807 oder rund 7 Prozent auf durchschnittlich 9944 Fans pro RSL-Partie (Vorjahr 10'751).

» Zuschauerzahlen Raiffeisen Super League

Zwei Klubs bewegten sich 2016/17 in der grünen Zone: Sion verzeichnete eine Steigerung von 905 Fans pro Spiel auf 9172 im Schnitt, die Berner Young Boys feierten ein Plus von 493 Fans pro Partie (17'431). In Bern wurde auch der Saisonbestwert registriert: das ausverkaufte Derby vom 6. August 2016 gegen den FC Thun vor 31'120 Fans war das bestbesuchte Spiel der Saison. Zum ersten Mal seit über 10 Jahren wurde der Bestwert nicht im Basler St. Jakob-Park erreicht.

Nummer 11 in Europa
Im europäischen Vergleich liegt die höchste Schweizer Liga mit dem Durchschnittswert von 9944 Fans auf dem erfreulichen 11. Rang. Den Bestwert hält weiterhin die Bundesliga mit 41'514 Fans, gefolgt von den Top-Ligen aus England, Spanien, Italien und Frankreich. Knapp unter 20'000 Fans besuchten die Spiele in Holland (19'090). Ebenfalls für die Schweiz ausser Reichweite ist die Liga aus Schottland (13'968), die weiteren Konkurrenten aus Portugal (11'873), Russland (11'357) und Belgien (10'383) liegen nahe am Wert der RSL.

Setzt man die Zuschauerzahl ins Verhältnis zur Einwohnerzahl jedes Landes, weist die Schweiz den drittbesten Wert aller europäischen Länder auf! Nur in Schottland und Norwegen besuchen im Verhältnis noch mehr Einwohner die Spiele der höchsten heimischen Fussballliga.