Wieder mehr Super League in Schweizer Nati

  • Fabian Freis Leistung gegen den Europameister Italien und die seiner Kollegen war beste Werbung für die tägliche Arbeit der Klubs in der Super League. (freshfocus)

Mit Fabian Frei und Michel Aebischer bildeten zwei Spieler aus der Credit Suisse Super League beim 0:0 im WM-Qualifikationsspiel der Schweiz gegen Italien das solide Mittelfeld. Zwei weitere Akteure aus der heimischen Liga wurden eingesetzt – eine grosse Wertschätzung für die höchste Schweizer Liga.

Die Bestnoten beim Duell gegen den frisch gekürten Europameister Italien verdiente sich ohne Wenn und Aber Yann Sommer. Mit herausragenden Paraden sicherte der 32-jährige Torhüter von Borussia Mönchengladbach der Schweizer Nationalmannschaft im WM-Qualifikationsspiel vom Sonntag in Basel einen wichtigen Punkt im Hinblick auf eine Teilnahme an der Endrunde 2022 in Katar.

Hinter dem überragenden Schlussmann tauchten in den Benotungen überraschenderweise zwei Spieler auf, die im Meisterschaftsbetrieb in der heimischen Credit Suisse Super League aktiv sind. Fabian Frei vom Tabellenzweiten FC Basel und Michel Aebischer von Titelverteidiger BSC Young Boys boten den Italienern im Mittelfeld die Stirn und setzten in der zweiten Halbzeit sogar vermehrt Akzente in der Offensive.

Willkommener Rhythmus aus der Meisterschaft
Für beide Super-League-Spieler war es eine besondere Partie. Während der 32-jährige Routinier Frei aufgrund des Ausfalls von Captain Granit Xhaka erst am Donnerstag nach fast vierjähriger Pause wieder zur Nationalmannschaft stiess, stand der 24-jährige Aebischer gegen den Europameister zum ersten Mal in seiner Karriere in der Nati-Startelf. Trainer Murat Yakin setzte mit dieser überraschenden Startaufstellung auf Spieler aus der CSSL, die zuletzt in ihren Klubs in einem hohen Rhythmus zum Einsatz kamen und seit Saisonbeginn bereits über zehn Ernstkämpfe in den Beinen haben.

Die beiden Mittelfeldspieler aus der heimischen Liga stachen damit mögliche Alternativen aus, die in grossen europäischen Ligen zum Einsatz kommen. Und dass im Verlauf der Partie mit den beiden YB-Spielern Ulisses Garcia (25) und Christian Fassnacht (27) zwei weitere Spieler aus der höchsten Schweizer Liga eingewechselt wurden, kann als grosse Wertschätzung für die Credit Suisse Super League gedeutet werden.

Anerkennung für Ausbildungsarbeit der Schweizer Klubs
Bekannt und anerkannt ist die grosse Arbeit, welche die Klubs aus der Swiss Football League in der Ausbildung der Talente leisten. Es entspricht auch der sportlichen und wirtschaftlichen Logik, dass die besten Spieler als nächsten Schritt in ihrer Karriere den Schritt zu einem ausländischen Klub wagen. Und so ist es ein besonderer Moment, wenn vier Spieler aus der Super League gleichzeitig im Trikot der Schweizer Nationalmannschaft auf dem Feld stehen. Letztmals war das vor über zehn Jahren der Fall.

Gefühlter Sieg gegen England
Am 4. Juni 2011 erkämpfte sich die Schweiz in einem Qualifikationsspiel für die Euro 2012 im Wembley gegen England ein 2:2-Unentschieden. Tranquillo Barnetta schoss die Schweiz mit einer Doublette innert drei Minuten (32./35.) in Führung. Die damaligen Basel-Spieler Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri standen ebenfalls in der Startformation. Unterstützung erhielten sie später von zwei weiteren Super-League-Akteuren. Admir Mehmedi (damals FCZ) und der inzwischen zurückgetretenen ehemalige GC-Stürmer Innocent Emeghara halfen mit, dass sich die Punkteteilung wie ein Sieg anfühlte.

Ein wirklicher Sieg in Nordirland?
Am Mittwochabend steht für die Schweiz im Windsor Park in Belfast das zweite WM-Qualifikationsspiel an. Gegner ist dann Nordirland. Gut möglich, dass Nati-Trainer Murat Yakin erneut auf heimisches Schaffen setzt und die Verstärkungen aus der Super League nicht nur für einen gefühlten, sondern einen wirklichen Sieg sorgen.

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