Swiss Football League forciert den Dialog für mehr Sicherheit

  • (SFL)

Eine friedliche Fussballsaison wurde in den letzten Runden vom nicht akzeptierbaren Verhalten weniger Gewalttäter überschattet. Die Swiss Football League distanziert sich im Namen aller Fussballfans von diesen Chaoten. Ziel bleibt es, Straftäter so rasch wie möglich zu überführen und zu bestrafen. Dazu verfolgt die Liga den eingeschlagenen Weg des Dialogs mit allen Beteiligten unbeirrt weiter.

In der vergangenen Woche äusserte sich der Liga-Präsident sehr deutlich: «Wir verurteilen diese Ausschreitungen aufs Schärfste», erklärte Heinrich Schifferle nach den Vorfällen im Anschluss an die Partie Aarau-Basel. «Das Ereignis muss nun konsequent aufgearbeitet werden. Wir erwarten, dass die Gewalttäter von der Polizei in Zusammenarbeit mit den Klubs identifiziert und von der Justiz zur Rechenschaft gezogen werden.»

Die Swiss Football League unterstützt dabei die bereits heute im Gesetz vorgesehenen Massnahmen und wünscht sich deren konsequente Umsetzung. Zu diesen gehört die Meldeauflage, eine sehr effiziente Massnahme, um im Umfeld von Fussballspielen straffällig gewordene Personen an Spieltagen von den Stadien fernhalten zu können. Solche Auflagen können aber nur von der Justiz verfügt werden.

Liga ruft neue Expertengruppe ins Leben
Claudius Schäfer, CEO der Swiss Football League, will sich als Liga aber keinesfalls aus der Verantwortung stehlen: «Wir haben innerhalb unserer Strategie ‚Friedliche Spiele durch Kooperation‘ schon sehr viele Massnahmen umgesetzt und werden an diesem Konzept festhalten. Dieses sieht zum Beispiel die lückenlose Beweismittelsicherung und die beschleunigte Täteridentifikation vor», weist Schäfer auf die wichtigsten Punkte hin. «Und wir sprechen konsequent Stadionverbote aus. Derzeit sind national über 630 Verbote in Kraft.»

Und wie alle Beteiligten ist auch die SFL ständig gefordert, ihre Vorgehensweise zu hinterfragen und anzupassen. «Eine wichtige Säule innerhalb unserer Strategie ist der verstärkte interne und externe Dialog. In diesem Bereich geht die SFL nun noch einen Schritt weiter und bildet eine neue Expertengruppe, die sich für eine weitere Verbesserung der Situation einsetzen wird», umschreibt Schäfer die Aufgaben der nächsten Wochen. Diese Expertengruppe soll aus frischen Köpfen bestehen, die neue Ideen einbringen. Zur Diskussion eingeladen werden Sicherheits- und Fanverantwortliche der Klubs, Vertreter der Polizei, der Justiz, der Fans sowie der SFL.

#Fangesicht – Zeige dein Gesicht für mehr Fairness neben dem Platz
Die Straftäter im Umfeld von Fussballspielen treten in den meisten Fällen vermummt auf. «Aber Vermummte gehören definitiv nicht in den Fussball», fordert Claudius Schäfer klipp und klar. «Deshalb unterstützen wir die Aktion #Fangesicht. Mit der Kampagne wird der breiten Bevölkerung eine Plattform geboten, mit ihrem Foto ein Statement für Fairness neben dem Spielfeld und für die Fussballbegeisterung in der Schweiz abzugeben.»

Unter www.fangesicht.ch können die Fussballfans ein eigenes Bild schiessen, Ihren Lieblingsklub auswählen und das Foto hochladen. Die Fotos erscheinen auf der «Wall of fair Fans». Alle Fussballfans sind aufgefordert, an der Aktion teilzunehmen und ein starkes Zeichen für «friedliche Spiele» zu setzen!

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