Schutzkonzept zur Wiederaufnahme der SFL-Meisterschaften

  • Ein Balljunge desinfiziert das Spielgerät. Das wird ab dem 19. Juni zum Standard in den Schweizer Fussballstadien gehören.(freshfocus)

Die ganze Fussball-Schweiz freut sich auf die Wiederaufnahme der Meisterschaft 2019/20. Damit die 13 Runden ohne Zwischenfälle ausgetragen werden können, hat die Swiss Football League in Zusammenarbeit mit den Behörden ein Schutzkonzept erarbeitet. SFL.CH erläutert die wichtigsten Punkte.

Der Bundesrat legte am 27. Mai 2020 fest, dass Spiele und Wettkämpfe bis zu einer maximalen Anzahl von 300 Personen wieder durchgeführt werden können. Die Klubs entschieden zwei Tage später im Rahmen einer ausserordentlichen Generalversammlung mit grosser Mehrheit, die Meisterschaften mit den 13 verbleibenden Runden der Saison 2019/20 am 19. Juni 2020 wieder aufzunehmen.

Um die Wiederaufnahme des Spielbetrieb in der Swiss Football League zu ermöglichen, wurde in Zusammenarbeit mit Behörden und Klubs das Schutzkonzept «Covid-19» erarbeitet. Das vom Bundesamt für Sport (BASPO) plausibilisierte Konzept ist sehr detailliert ausgestaltet und verpflichtet die Klubs auf personeller, organisatorischer und medizinischer Ebene, die strengen Vorgaben der Behörden einzuhalten.

Die zentralen Punkte des Schutzkonzepts der SFL:

Vor dem Spiel
Die Verantwortung zur Umsetzung des Schutzkonzepts liegt beim veranstaltenden SFL-Klub, in Absprache mit dem Stadionbetreiber. Der Heimklub muss für jedes Spiel eine Präsenzliste führen, damit Personen zur Nachverfolgung von möglichen Infektionsketten eruiert werden können.

Personengruppen
Die maximale Anzahl Personen für die Organisation und Durchführung eines Spiels ist gemäss aktuellem Bundesratsentscheid auf 300 Personen beschränkt. Die Personen werden in drei Gruppen eingeteilt: rot (Spieler, Staff, Offizielle), orange (Spielorganisation am Spielfeldrand, TV-Produktion) und gelb (Spielorganisation Tribüne, Medienschaffende, Klubvertreter, Gäste). Für den Zutritt ins Stadion müssen die Personen der drei Personengruppen verschiedene Voraussetzungen erfüllen und sich zwingend an die übergeordneten Grundsätze halten.

Stadion
Das Stadion wird in vier Zonen unterteilt, damit eine Trennung der verschiedenen Personengruppen bestmöglich koordiniert und die entsprechenden Sicherheits- und Schutzmassnahmen spezifisch umgesetzt werden können:
- Kabinenbereich (Personengruppe rot)
- Stadioninnenraum (rot/orange)
- Tribünenbereich (gelb)
- Stadionaussenbereich

Selbstdeklaration
Der Zutritt ins Stadion darf nur angemeldeten Personen gewährt werden. Jede Person muss sich ausweisen können. Sie muss die SFL-Selbstdeklaration ausfüllen und dabei bestätigten, selber in den letzten 14 Tagen keine Symptome aufgewiesen und in den letzten 10 Tagen mit keiner Person mit Covid-19-Symptomen engen Kontakt gehabt zu haben. Dabei müssen Name und Telefonnummer hinterlegt werden, damit bei einem Corona-Fall die Kontaktverfolgung (Contact Tracing) zur Unterbrechung der Übertragungsketten sichergestellt werden kann.

» Formular Selbstdeklaration (DE)

Contact Tracing / Kontaktverfolgung
Jede im Stadion anwesende Person muss namentlich erfasst sein. Für das Contact Tracing müssen die «engen Kontakte» dokumentiert werden. Als enge Kontaktperson gilt aktuell gemäss Bundesamt für Gesundheit (BAG), wer sich während mehr als 15 Minuten ohne Schutz in der Nähe (Distanz von weniger als 2 Meter) einer infizierten Person aufgehalten hat.

Garderobe
Die Personengruppe Rot muss auf der Anreise und in den Garderoben, also in geschlossenen Räumen, in denen es schwierig ist, den Mindestabstand von 2 Metern einzuhalten oder eine schlechte Luftzirkulation herrscht, eine Hygienemaske tragen. Im Idealfall werden für jedes Team mehrere Garderoben zur Verfügung gestellt. Ist dies nicht möglich, soll die Nutzung der Garderobe gestaffelt erfolgen, beispielsweise zuerst die Torhüter, dann die Startelf und danach die Ersatzspieler.

Walk-in
Das Einlaufen der Teams erfolgt nicht wie gewohnt gemeinsam, sondern gestaffelt und ohne Begleitung von Kindern. Zudem wird auf Line-Up und Handshakes verzichtet.

Während des Spiels
Auf dem Spielfeld gelten während der laufenden Partie keine besonderen Regelungen, mit Ausnahme folgender Bereiche:

Torjubel
Das SFL-Schutzkonzept empfiehlt den Spielern, beim Torjubel die Abstandsregel einzuhalten; Körperkontakt soll allenfalls über Ellenbogen oder Füsse erfolgen.

Technische Zone
Die Technische Zone ist so zu organisieren, dass der Abstand von zwei Metern zwischen allen Personen eingehalten werden kann. Um diese Vorschrift umzusetzen, sollen Sitzplätze auch ausserhalb der Technischen Zone auf der Tribüne genutzt werden. Wenn der geforderte Abstand von 2 Metern eingehalten werden kann, müssen keine Hygienemasken getragen werden.

Nach dem Spiel

Spielende
Auf Handshakes nach dem Schlusspfiff wird verzichtet. Die Captains müssen die Offiziellen nicht zum Spielereingang begleiten. Die Teams achten erneut darauf, das Spielfeld gestaffelt zu verlassen. Ansammlungen im Spielertunnel und in den Katakomben müssen vermieden werden.

Medienkonferenz
Die Medienkonferenz nach dem Spiel kann im Medienraum durchgeführt werden, wenn die Hygienevorschriften des BAG und die Vorgaben des Schutzkonzepts eingehalten werden können. Alternativ kann die Medienkonferenz auch virtuell abgehalten werden.


Was geschieht, wenn sich ein Spieler mit dem Virus infiziert?

Wird ein Spieler positiv getestet, muss er sich in die Isolation begeben. Alle Personen, die mit ihm in engem Kontakt standen, also Menschen im selben Haushalt oder Personen, die sich während mehr als 15 Minuten ohne Schutz in weniger als 2 Metern Distanz der infizierten Person aufgehalten haben, können von der kantonalen Gesundheitsbehörde in Quarantäne gesetzt werden und müssen sich ebenfalls testen lassen. Durch die strikte Einhaltung der Schutzmassnahmen können somit alle Beteiligten die Gefahr reduzieren, als «enger Kontakt» eingestuft und in Quarantäne gesetzt zu werden.

» Schutzkonzept «Covid-19» zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs der SFL
» Reglement der SFL zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs 2019/20

Was ihr zum #restart der Saison 2019/20 wissen müsst

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