Rouiller und die fehlenden Zentimeter

  • Manchmal nützt alle Konzentration auf den Ball nichts: Steve Rouiller traf bisher viermal die Torumrandung - das ist aktueller Saisonrekord in der Raiffeisen Super League. (freshfocus)

Steve Rouiller liebt das Kopfballspiel. Das zeigt ein Blick auf die Infografik der Raiffeisen Super League. Der Servette-Verteidiger traf bisher vier Mal per Kopf. Aber leider nur ans Aluminium und nicht ins Tor. Mit etwas mehr Zentimeter-Glück wäre er der aktuell beste Torschütze der «Grenats».

Die «schönste Nebensache der Welt»
In Zeiten wie diesen gibt es Wichtigeres als Fussball. Trotzdem möchten wir die Zwangspause nutzen, um die «schönste Nebensache der Welt» nicht ganz in Vergessenheit geraten zu lassen. In einer losen Serie stellen wir Protagonisten verschiedener Klubs mit speziellen Statistiken in den Fokus und fragen sie, wie sie mit der aktuellen Situation umgehen.

Fussball kann oft ungerecht sein und es sind Zentimeter, die häufig den Unterschied ausmachen. Davon kann Steve Rouiller ein Lied singen. Bereits vier Mal traf der Verteidiger des Servette FC per Kopf die Torumrandung. Doch der 29-Jährige nimmt es sportlich und mit Humor: «Wir haben mit Stevanovic und Tasar hervorragende Flankengeber bei Servette. Diese Statistik zeigt mir aber, dass ich beim Verwertung der Vorlagen noch viel Luft nach oben habe!»

» Infografik Raiffeisen Super League

«Als Kind habe ich viel an meinem Kopfballspiel gearbeitet - im Wohnzimmer!»

Steve Rouiller (Verteidiger Servette FC)

Kein RSL-Spieler traf in der aktuellen Saison mehr Aluminium als Rouiller. In der Brack.ch Challenge League hatte nur Andi Zeqiri vom FC Lausanne-Sport mehr Pech zu beklagen (5 Aluminiumtreffer). Ungewöhnlich ist seine Statistik auch deshalb, weil er mit 1m83-Körpergrösse nicht gerade als Kopfball-Ungeheuer gilt. «Mir gefällt das Kopfballspiel. Das war schon immer eine meiner Stärken. Auch als 20-Jähriger, als ich noch Stürmer spielte», erklärt Rouiller, der dann mit einem Lächeln anfügt: «Als Kind habe ich viel an meinem Kopfspiel gearbeitet - im Wohnzimmer mit einem Schaumstoffball und meinem Vater als Trainer. Ich schätze, da ist einiges hängen geblieben.»

Wie sieht dein «Home Office» aus?

«Die aktuelle Situation zwingt uns, einen völlig neuen Tagesablauf zu entwickeln. Ich geniesse natürlich die Zeit mit meinen Kindern Antoine (3 Jahre) und Samuel (1). Da wir auf dem Land leben, können wir uns auch unter Berücksichtigung der behördlichen Sicherheitsvorgaben austoben. Um sportlich fit zu bleiben halte ich mich an das Trainingsprogramm, das wir vom Klub erhalten haben. Es beinhaltet hauptsächlich Lauf- und Krafttraining. Ich achte auch darauf, gut zu essen. Aber natürlich sehne ich mich danach, endlich wieder meine Teamkollegen zu sehen und zusammen trainieren zu dürfen. Damit wir bei Servette mit der gleichen positiven Dynamik weiterfahren können, wie wir aufgehört haben.»

4 Tore und 5 Punkte mehr wären möglich gewesen
Hätte Rouiller ein bisschen weniger «genau» gezielt, stünde der Verteidiger gemeinsam mit den Teamkollegen Varol Tasar und Koro Kone (je 6 Treffer) an der Spitze der Servette-Torschützenliste. Oder noch besser: Der stark aufspielende Aufsteiger hätte 5 Punkte mehr auf dem Konto und stünde in der Tabelle sogar vor dem FC Basel auf Rang 3.

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