Einheitliche Umsetzung des Hooligan-Konkordats

Die Spitzen aus Politik und Fussball führten in den vergangenen zwei Jahren einen intensiven und konstruktiven Dialog. Das gemeinsame Ziel ist es, Gewalt im Umfeld von Sportveranstaltungen zu verhindern. Nun liegen erste Ergebnisse dieser Zusammenarbeit vor.

Der vor rund zwei Jahren angestossene Prozess zum Dialog der kantonalen Sicherheitsbehörden mit der Führung der Swiss Football League und den Spitzenklubs der höchsten Schweizer Liga kann nun erste konkrete Ergebnisse präsentieren. Dazu gehören die gemeinsam finanzierte Polizeiliche Koordinationsplattform Sport (PKPS) und die harmonisierten Empfehlungen zur Umsetzung des Hooligan-Konkordats.

Polizeiliche Koordinationsplattform Sport
Im Mai 2016 nahm die Polizeiliche Koordinationsplattform Sport (PKPS) den Betrieb auf. Sie entstand aus dem Zusammenschluss der Deutschschweizer Zentralstelle Hooliganismus und ihrem Pendant in der Westschweiz und hat ihren Sitz bei der Kantonspolizei Freiburg. Die Swiss Football League (SFL), der Schweizerische Fussballverband (SFV) und die Swiss Ice Hockey Federation (SIHF) sind an der neuen Plattform finanziell beteiligt. Sie soll eine enge Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren sicherstellen, die mit dem Thema Sicherheit im Umfeld des Sports befasst sind. Zudem werden die aktuellen Ereignisse permanent verfolgt, ausgewertet und verbreitet.

Empfehlungen zur Umsetzung des Konkordats
Mit Beginn der neuen Fussballsaison 2016/17 werden zudem gemeinsame erarbeitete Empfehlungen der zuständigen Behörden und der SFL für eine einheitliche Umsetzung des Konkordats über Massnahmen gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen veröffentlicht. Die Führung der SFL, die Präsidenten der Spitzenklubs der höchsten Liga und Fanarbeit Schweiz waren in den Ausarbeitungsprozess der Empfehlungen eng eingebunden.

Die Schwerpunkte der Empfehlungen liegen bei einer einheitlichen Regelung zur Beweissicherung innerhalb und ausserhalb der Stadien, um gewalttätige Personen besser identifizieren und mit Bussen, Stadionverboten, Rayonverboten und Meldeauflagen sanktionieren zu können. Für die Anreise der Gästefans sollen Partnerschaften zwischen den Transportunternehmen und den Fanorganisationen oder den Klubs abgeschlossen werden. Das Good-Hosting-Konzept der Swiss Football League soll zu einer Entspannung der Situation in den Stadien führen.

» Empfehlungen der Bewilligungsbehörden (PDF)

Der Glaube an einen gemeinsamen Weg
Mit diesem Schulterschluss machen alle Beteiligten klar, dass sie die Bekämpfung der Gewalt im Umfeld von Sportveranstaltungen als Verbundaufgabe sehen und künftig konsequent einen gemeinsamen Weg beschreiten wollen.

Der Dialog und die enge Zusammenarbeit sollen in den kommenden Monaten weiter gepflegt und die Massnahmen weiter harmonisiert werden.

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