Die unheimliche Serie des FC Lugano

  • Lugano-Trainer Maurizio Jacobacci musste sich in den letzten 29 Meisterschaftsspielen in der Raiffeisen Super League mit seinem Team nur fünfmal geschlagen geben. (freshfocus)

Der FC Lugano legt aktuelle eine beeindruckende Serie hin. Die Tessiner blieben beim 1:0 gegen den FC St.Gallen in der 5. Runde zum 13. Mal in Serie in der RSL-Meisterschaft ungeschlagen. Letztmals gelang den «Bianconeri» in den 90er-Jahren ein solcher Effort.

Der FC Lugano schickt sich an, in der Saison 2020/21 kräftig an der Hierarchie in der Raiffeisen Super League zu rütteln. Die Tessiner liegen nach fünf Runden auf dem 3. Tabellenplatz und haben dem aktuellen Top-Duo und den Dominatoren der vergangenen Saison, dem BSC Young Boys und dem FC St.Gallen, den Fehdehandschuh hingeworfen.

Die Luganesi sind saisonübergreifend seit 13 Spielen ungeschlagen. Klubrekord für die Super-League-Ära seit 2003. Man muss in den Geschichtsbüchern rund 30 Jahre zurückblättern, um einen ähnlichen Effort der «Bianconeri» zu finden. Vom 8. Dezember 1991 bis zum 8. August 1992 blieb Lugano in total 20 Ligaspielen ungeschlagen, 14 davon in der damaligen Auf-/Abstiegsrunde. In der Saison 2009/10 kamen die Tessiner noch einmal auf 16 Partien ohne Punktverlust, dies jedoch in der Challenge League.

Betrachtet man nur die Heimspiele, ist Lugano sogar 14 Mal unbesiegt. Die Mannschaft von Maurizio Jacobacci hat in der «Festung» Cornaredo seit dem 10. November 2019 kein Ligaspiel mehr verloren. Bisher letztes «Opfer» war am vergangenen Samstag der ehemalige Leader FC St.Gallen (1:0). «Meinen Spielern gebührt viel Anerkennung dafür, dass sie diese grossartige Mannschaft geschlagen haben», lobt der Tessiner Trainer. «Wir haben wahrscheinlich nicht die besten Einzelspieler in der Liga, aber wir haben enorme Qualitäten als Team. Nun gilt die ganze Konzentration aber dem nächsten Gegner.»

» Highlights FC Lugano - FC St.Gallen

Es wartet bereits der nächste Leader
Neuer Leader nach der 5. Runde in der Raiffeisen Super League ist der ebenfalls in dieser Saison noch ungeschlagene BSC Young Boys. Die Berner sind auch nächster Gegner der Jacobacci-Truppe. Für den Trainer ist klar: «Die Motivation ist riesig, unseren Weg fortzuführen. Vor allem zu Hause. Anfang Jahr, während der Winterpause, haben wir uns vorgenommen, das Cornaredo zu einer uneinnehmbaren Festung zu machen. Es liegt an uns, unsere Solidität und unsere offensiven Qualitäten auch gegen YB unter Beweis zu stellen. Gegen eine starke Mannschaft mit einem exzellenten Trainer.» Punkten die Luganesi auch diesmal wieder, hätten sie ein ganzes Jahr ohne Heimniederlage überstanden.

Keiner so gut wie Jacobacci
Am kommenden Dienstag feiert Jacobacci sein «Einjähriges» beim FC Lugano. Von 29 RSL-Spielen in seiner bisherigen Amtszeit verlor der 57-Jährige nur 5 (11 Siege, 13 Unentschieden). Niemand weist im gleichen Zeitraum eine bessere persönliche Bilanz auf. Meistertrainer Gerardo Seoane kassierte mit YB sechs Niederlagen, Vizemeister Peter Zeidler mit dem FCSG deren acht.

«Es ist das Ergebnis harter Arbeit des ganzen Vereins und vor allem der Mannschaft und des gesamten Personals, das an meine Ideen geglaubt und sie umgesetzt hat», erklärt der erfahrene Jacobacci. Das Spiel am kommenden Sonntag gegen YB wird seine 326. Partie in der Swiss Football League sein. Von den aktuell in der SFL beschäftigten Trainern übertrifft diese Statistik nur Servettes Alain Geiger mit 369 Einsätzen.

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