Der Meisterpokal bleibt in Basel - für immer!

  • Endlich verfügt auch der FC Basel über eine eigene Trophäe für den Pokal-Schrank. Die 2015er-Ausgabe bleibt für immer am Rheinknie. Um die weiteren Pokale zu sehen, klicken Sie an den Bildrand. (SFL)

  • Die zwei ersten Trophäen der Liga von 1913 (l.) und 1959. Beide eine Beute des BSC Young Boys. (SFL)

  • Die «Zürcher» Trophäen: Links der FCZ-Pokal von 1976, rechts der GC-Kübel von 1984. (SFL)

Der FC Basel 1893 sicherte sich zum 18. Mal in der Klubgeschichte den Titel des Schweizer Meisters. Zum 10. Mal konnten die «Rotblauen» die 1985 kreierte Trophäe in die Höhe stemmen. Die Liga hat anlässlich dieses speziellen Jubiläums beschlossen, den goldenen «Kübel» für immer ans Rheinknie zu vergeben.

Der FC Basel 1893 prägte die Schweizer Liga in der letzten Dekade wie kein anderer Klub. Seit 2002 wurden 10 von 14 Meistertitel auf dem Basler Barfüsserplatz gefeiert. Die Feier im Jahr 2015 war die sechste in Serie – das war zuvor noch keinem Klub im Schweizer Fussball gelungen. Total sicherte sich der FCB damit den 18. Meistertitel in der Klubgeschichte und belegt damit hinter dem Rekordmeister Grasshopper Club Zürich (27 Titel) den alleinigen 2. Platz.

Darüber hinaus sorgte der FCB in dieser Periode auch auf europäischer Ebene regelmässig für Furore und half tatkräftig mit, das Image des Schweizer Fussballs massiv zu verbessern. «Der Swiss Football League ist es ein grosses Anliegen, diese Leistungen gebührend zu honorieren», erklärt Claudius Schäfer, CEO der Swiss Football League. «Deshalb überlässt die Liga dem FC Basel 1893 nach dem 10. Gewinn dieses seit 1985 eingesetzten Meisterpokals die Trophäe definitiv.»

YB, FCZ und GC besitzen bereits eine Trophäe
Damit kann der FC Basel 1893 eine historische Lücke schliessen, die die Liga-Konkurrenten BSC Young Boys, FC Zürich und Grasshopper Club Zürich längst gefüllt haben. Das frühere Liga-Reglement sah nämlich vor, dass ein Klub, der dreimal in Serie die Meisterschaft gewonnen hatte, die Trophäe definitiv behalten durfte.

Bei YB stehen dank den Siegesserien von 1909 bis 1911 und 1957 bis 1959 bereits zwei goldene Trophäen im klubeigenen Museum im Stade de Suisse. Der FC Zürich sicherte sich die dritte Kreation des Meisterpokals nach den Titelgewinnen 1974 bis 1976, der imposante «Kübel» ist im FCZ-Museum in Zürich zu bestaunen. Und GC schliesslich holte sich beim Titelgewinn 1984 die vierte Liga-Trophäe in den eigenen Besitz.

Nachdem dieser vierte Meisterkübel nur während acht Saisons im Einsatz war, beschloss die Liga im späteren Verlauf eine Regeländerung: Fortan sollte die Meistertrophäe auch nach drei Titeln in Serie nicht mehr definitiv vergeben werden, sondern als Wanderpokal dienen.

Doppelter Ansporn für die nächste Saison

Nach 30 Jahren Wanderpokal, davon 10 Mal in der Vitrine des FC Basel 1893, macht die Swiss Football League nun eine Ausnahme: «Nach den herausragenden Leistungen des FCB für die Fans, die Stadt, die Region und den Schweizer Spitzenfussball in den letzten 15 Jahren ist das Überlassen der Trophäe an den FC Basel mehr als gerechtfertigt», freut sich Claudius Schäfer. «Zumal die Basler den gleichen Meisterpokal gleich zehn Mal gewonnen haben, davon die letzten sechs Jahre in Serie.»

Und für die kommende Saison gibt es somit für die Klubs einen doppelten Ansporn: Der Meister 2016 darf einen nigelnagelneuen Pokal in die Höhe stemmen – und zieht zur Belohnung in der Saison 2016/17 direkt in Gruppenphase der Champions League ein!

Glänzender Stargast an der 3. SFL Award Night
Fast ebenso spannend wie das Meisterrennen 2016 dürfte auch die Wartezeit bis zur 3. Ausgabe der SFL Award Night werden. Am 1. Februar 2016 wird die Liga nämlich im KKL Luzern anlässlich der Spieler-Gala die neue Meister-Trophäe enthüllen.

Die Geschichte der Meisterpokale

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