Das einzigartige Stade de la Tuilière wird eröffnet

  • Das neue Stade de la Tuilière in Lausanne von aussen. (freshfocus)

  • Der Blick innerhalb des Stadions von der Mittellinie aus. (freshfocus)

  • Die Innenansicht aus der Ecke einer Tribüne. (freshfocus)

  • Und der Blick von oben aufs neue Stadion. (LS)

  • Einige Zahlen zum neuen Stadion. (LS)

Nach 66 Jahren verlässt der FC Lausanne-Sport die legendäre Pontaise und zieht in unmittelbarer Nähe ins neu erbaute Stade de la Tuilière ein. Entstanden ist im Norden der Stadt ein einzigartiges Schmuckstück, bei dessen Eröffnung am Sonntag gegen den BSC Young Boys nur wenige der 12'544 Plätze belegt sein werden.

Nur rund einen Kilometer vom altehrwürdigen Stade Olympique de la Pontaise entfernt, ist am nördlichen Stadtrand von Lausanne in unmittelbarer Nähe zum Flughafen Blécherette ein kleines Schmuckstück entstanden. Mit einigen Monaten Verzögerung kann die neue Spielstätte des FC Lausanne-Sport am 29. November 2020 mit der Partie gegen den Leader und Titelverteidiger BSC Young Boys eingeweiht werden.

Theoretisch würden am Sonntag 12'544 Fans im Stade de la Tuilière dem Meisterschaftsspiel der 9. Runde Raiffeisen Super League eine einzigartige Atmosphäre verleihen. In der Realität wird aufgrund der Corona-Beschränkungen nur eine Handvoll davon anwesend sein können. Noch ist Geduld gefragt bis zur Einweihungsfeier mit grossem Spektakel.

Die Stadionecken als Blickfang
Spektakulär und einzigartig aus architektonischer und ökologischer Sicht ist das Projekt aber ohnehin. Die Bieler Architekten :mlzd und Sollberger Bögli schufen ein rechteckiges Volumen mit Glas und harten Kanten, das durch die Konzentration auf die eigentliche Aufgabe als Fussballstadion sehr eindrücklich wirkt. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse entstand die markante Besonderheit der vier aufgeklappten Stadionecken. Unter diesen speziellen Eingängen sind von hinten die steilen Tribünen sichtbar und vermitteln den Effekt von verkehrtherum platzierten Treppen.

Der Innenbereich orientiert sich am englischen Vorbild für den Stadionbau und bringt das Publikum sehr nahe ans Spielfeld. Der in den Boden versenkte Rasen intensiviert zusammen mit den steilen Tribünen und dem tiefen Dach das Gefühl eines Kessels, was eine besondere Akustik und Stimmung verspricht. Als Spielunterlage wurde ein Kunstrasen der neusten Generation mit Bodenheizung gewählt.

Das «grüne» Fussballstadion
Auch die Ökologie spielte beim Bau des neuen Stadions eine wichtige Rolle. Der Neubau verfügt über eine grosse Anzahl an Solarzellen, ein Solarkraftwerk, LED-Beleuchtung, ein begrüntes Dach und eine eigene Kläranlage. Der für das Stadion genutzte Lebensraum wurde mit neu geschaffenen Biotopen und Grünflächen mit 400 Bäumen und 11'000 Sträuchern kompensiert, der Unterschlupf für Reptilien, Echsen und Insekten bietet. Zudem wurden an den Aussenwänden des Stadions 50 Nistplätze für gefährdete Vogelarten angebracht.

Nach drei Jahren Bauzeit ist damit in Lausanne ein weiteres Projekt im Rahmen der Erneuerung der Stadioninfrastruktur in der Schweiz zu einem - in diesem Fall einzigartigen - Abschluss gekommen. Auf der Projektliste verbleiben die Standorte in Zürich, Aarau und Lugano.


Fakten zum Stade de la Tuilière

Baubeginn: 2017

Eröffnung: 29. November 2020 mit LS-YB

Architekten: :mlzd und Sollberger Bögli Architekten

Kosten: ca. CHF 165 Mio.

Kapazität: 11'950 Sitzplätze, Meisterschaft 12'544 (mit Stehplätzen)

Unterlage: Kunstrasen

Spielfeld: 105x68 Meter

Beleuchtung: LED

Heimklub: FC Lausanne-Sport

Besitzer: Stadt Lausanne

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