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Auf den Spuren der Klub-Liebe

  • Für mehr als die Hälfte der an der Studie teilnehmenden Personen ist die Region für die Wahl ihres Lieblingsklubs entscheidend.

Die Wege der Liebe sind unergründlich. So auch im Fussball? Eine Studie des Marktforschungsinstituts Nielsen untersuchte die Gründe, warum unser Herz für den Lieblingsklub schlägt.

Im Rahmen einer durch die Swiss Football League in Auftrag gegebenen Studie haben 1'000 Fussballinteressierte zwischen 14 und 59 Jahren aus der ganzen Schweiz* Fragen rund um ihr Fussballinteresse und ihre Meinung zum nationalen Fussballgeschehen beantwortet.

Dabei ging es auch um die Frage, aus welchen Gründen die Befragten einen bestimmten Klub aus der Schweiz unterstützen. Oder anders gesagt: Warum sie Fan eines Klubs geworden sind.

Ein Fan-Banner des BSC Young Boys: «Ei Stadt, ei Liebi, ei Verein.»

«Us dr Region, für d'Region»
Auf den ersten Blick ist die Antwort naheliegend: Über 50% stimmen der Aussage zu, dass Ihr Lieblingsklub aus der Region stammt, in der sie aktuell leben respektive in der sie aufgewachsen sind. Die lokale Verbundenheit erweist sich damit – wenig überraschend – als der wichtigste Grund für die Wahl des Herzensvereins.

«Lokale Verbundenheit entsteht aber nicht von selbst», sagt Roger Müller, Chief Media & Marketing Officer bei der Swiss Football League. «Die Klubs sollten auf die Menschen in der Region zugehen und nicht warten, bis sie zu ihnen ins Stadion kommen. Vor allem in der heutigen, von digitalen Medien geprägten Zeit ist der persönliche, physische Kontakt noch viel wichtiger geworden – zum Beispiel, indem sich die Spieler bei lokalen Veranstaltungen zeigen oder sich für die Region engagieren. Zudem sollte der Klub in der Stadt sichtbar sein, vor allem am Matchtag – das ist eine kommunikative Aufgabe, die wir als Liga und die Klubs noch besser machen können.»

Anmerkungen zur Grafik:
Frage: Sie haben vorhin angegeben, dass [KLUB] Ihr Lieblingsklub im Fussball ist. Welche der nachfolgenden Aussagen treffen auf Sie in Bezug zu Ihrem Lieblingsclub zu?
Skala von 1 = «Trifft voll und ganz zu» bis 5 = «Trifft überhaupt nicht zu» / Darstellung der Top-2-Box («Trifft voll und ganz zu» + «Trifft zu»)
Basis: 577 Schweizer Fussballinteressierte (Top-3-Box), die einen Lieblingsverein haben


Gutes Verhalten wird belohnt

Überraschender dagegen der drittwichtigste Grund, warum man zum Fan eines Klubs wird: 40% stimmen der Aussage zu, dass «das angenehme Auftreten des Klubs in der Öffentlichkeit» ausschlaggebend war. Klubs, die auch abseits des Rasens für positive Schlagzeilen sorgen, haben demnach gute Karten, die Herzen der Fussballfans für sich zu gewinnen.

Roger Müller: «Ich glaube, dass die Klubs in der Schweiz eine grosse Chance haben, indem sie sich durch Bodenständigkeit und Nahbarkeit von den internationalen Spitzenklubs unterscheiden, die eher als grossspurig oder sogar arrogant gelten. In der Schweiz wird dies als angenehmes Auftreten empfunden und kann zur Verbindung mit einem Klub beitragen.»

Noch grosses Fanpotenzial für die Klubs
Ebenfalls als Grund für die Bindung zum Lieblingsklub genannt werden der attraktive Fussball (36%), die eigene Familie (35%) sowie Freunde (34%). Die Ergebnisse geben den Klubs der Swiss Football League sachdienliche Hinweise, wie sie ihre Fanbasis weiter ausbauen können. Denn 44% aller Fussballinteressierten in der Schweiz haben gemäss der Studie (noch) keinen Lieblingsklub. Höchste Zeit dies zu ändern, findet Roger Müller: «Die Klubs müssen raus zu den Menschen, um sich innerhalb des unbegrenzten Fussballangebots im Fernsehen und Internet abzuheben. Einzig über Social Media wird man die Herzen der Fussballfans nicht gewinnen können.»

Der FC Luzern feiert vor seinen Fans. (freshfocus)

Zur Studie:
Die Studie des Forschungsinstituts Nielsen wurde durch die Swiss Football League in Auftrag gegeben, um die Wahrnehmung des nationalen Klubfussballs zu erheben und daraus Potenziale für die Weiterentwicklung der Raiffeisen Super League sowie der Brack.ch Challenge League und für die teilnehmenden Klubs abzuleiten.

*Methodik:
- Erhebungsgebiet: Schweiz
- Grundgesamtheit: Bevölkerung 14 bis 59 Jahre mit mindestens „ein wenig“ Fussballinteresse (Top-3-Box)
- Art der Erhebung: CAWI
- Auswahlverfahren: Online Access Panel
- Quotensteuerung: Repräsentative Quotensteuerung hinsichtlich Alter x Geschlecht, Kanton und Fussballinteresse
- Fallzahl: 1'000 Befragte
- Erhebungszeitraum: KW 34/45 2017


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