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Saisonvorschau Raiffeisen Super League 2018/19

Die Kompaktvorschau zur Saison 2018/19 stellt in diesem Jahr die Einlauf-Hymne der Klubs ins Zentrum. Welcher Song motiviert die Spieler bis in die Haarspitzen? Zudem werden im Rückblick einige Statistiken der abgelaufenen Saison repetiert. Abgerundet wird die Vorschau wieder mit schönen Anekdoten aus dem umfassenden SFL-Archiv und dem reichhaltigen Geschichten-Fundus des «ZWÖLF»-Magazins. Damit glänzt du bei jeder Stammtischrunde!

FC Sion

Statistisches aus der Vorsaison

Klassierung: 6. Platz
Bester Skorer: M. Cunha (10T/6A/29Sp)
Besonderes: Der FC Sion setzte in der abgelaufenen Saison mit Nicky Medja den ersten Spieler mit Jahrgang 2000 in der Raiffeisen Super League ein. Es blieb aber bei dem Kurzeinsatz für den Kameruner im Spiel gegen den BSC Young Boys (1:5, 29. Oktober 2017).

Anzahl Saisons in 1. Division: 51. Saison (1962-69, 1970-99, 2000-02, 2006-19)
Debüt-Saison in 1. Division: 1962
Anzahl Aufstiege in 1. Division:
4

Einlauf-Hymne 2018/19:

Stammtisch-Wissen:

In Sion geht es öfters mal drunter und drüber. Und dies auch musikalisch: Siegt der FC Sion nämlich im Tourbillon, wird über die Stadionlautsprecher die «Walliser Hymne» (hier die französische Version) eingespielt, worauf die Fans lauthals miteinstimmen. Dass dann ein wirres Durcheinander entsteht, hat nicht mit der fehlenden Textsicherheit der Supporter zu tun, sondern ist der Zweisprachigkeit des Kantons geschuldet. Während die Oberwalliser mit «Nennt mir das Land, so wunderschön, das Land wo ich geboren bin» beginnen, singen jene aus Bas-Valais gleichzeitig «Quel est ce pays merveilleux, que je chéris, où je suis né ?» So entsteht ein Wirrwarr mit viel Kraft und Leidenschaft, das ziemlich gut zum Klub passt.

«Walliser Hymne» (Quelle: Youtube)

FC Thun

Statistisches aus der Vorsaison

Klassierung: 7. Tabellenplatz
Bester Skorer: M. Tosetti (1T/16A/30Sp)
Besonderes: Der FC Thun hat in der abgelaufenen Saison die meisten Tacklings ausgeführt. Im Schnitt 37 Mal pro Partie setzten die Thuner zum Tackling an, 21 davon waren jeweils erfolgreich.

Anzahl Saisons in 1. Division: 16. Saison (1954-55, 2002-08, 2010-18)
Debüt-Saison in 1. Division: 1954
Anzahl Aufstiege in 1. Division:
3

Einlauf-Hymne 2018/19:

Stammtisch-Wissen:

Normalerweise produzieren Klubs Fanartikel in erfolgreichen Zeiten. Doch beim FC Thun ist eben vieles nicht wie anderswo. 1982 erschien der einzige Fansong («FC Thun-Song») über den Verein auf Platte, dabei spielten die Berner Oberländer damals noch in der 2. Liga! In dem Liedchen besingt Rita zu den Dixie-Klängen des Peter-Trachsel-Sextetts den traurigen Fall in die Tiefen des Amateurfussballs. Und offenbar war es der Antrieb, den es gebraucht hatte: Ein Jahr später stieg der FC Thun endlich auf, 1998 war man wieder in der Nationalliga B, 2003 in der Super League und bald darauf in der Champions League.

«FC Thun-Song» Rita & Peter-Trachsel-Sextett (Quelle: 45football.com)

FC Lugano

Statistisches aus der Vorsaison

Klassierung: 8. Platz
Bester Skorer: A. Gerndt (7T/8A/32Sp)
Besonderes: Auch der FC Lugano muss an seiner Offensive arbeiten. Die Tessiner feuerten in der vergangenen Saison 434 Schüsse in Richtung gegnerisches Gehäuse ab, nur 38 Mal trafen sie ins Schwarze. Mit 8 Prozent ist die Torquote so niedrig wie bei keinem anderen Team der Raiffeisen Super League.

Anzahl Saisons in 1. Division: 58. Saison (1933-53, 1954-60, 1961-63, 1964-76, 1979-80, 1988-97, 1998-2002, 2015-19)
Debüt-Saison in 1. Division: 1933
Anzahl Aufstiege in 1. Division:
7

Einlauf-Hymne 2018/19:

Stammtisch-Wissen:

Nicht viele Klubs können von sich behaupten, den Rekordtorschützen eines Landes in ihren Reihen gehabt zu haben. Der FC Lugano kann es: Mohamed Kallon aus Sierra Leone (14 Länderspieltore) spielte von 1995 bis 1997 im Tessin. Der spätere Inter- und Monaco-Stürmer war derart populär in seiner Heimat, dass ein Klub aus der Hauptstadt Freetown umbenannt wurde in FC Kallon. 2004 kaufte Mohamed Kallon den Klub, seit 2012 spielt der heute 38-Jährige dort. Die Liga pausiert allerdings seit drei Jahren wegen der Ebola-Epidemie.

Die (ganze) Geschichte von Mohamed Kallon (Englisch)

Grasshopper Club Zürich

Statistisches aus der Vorsaison

Klassierung: 9. Platz
Bester Skorer: Lucas Andersen (6T/4A/32Sp)
Besonderes: GC muss in der kommenden Saison unbedingt die Torproduktion verbessern. In der abgelaufenen Saison erzielten die «Hoppers» nur 43 Tore in 36 Spielen. Schlechter war nur der FC Lugano mit 38 Treffern. Kein Team schoss jedoch weniger Heimtore als die Zürcher (18).

Anzahl Saisons in 1. Division: 84. Saison (1933-49, 1951-2019)
Debüt-Saison in 1. Division: 1933
Anzahl Aufstiege in 1. Division:
1

Einlauf-Hymne 2018/19:

«Mind Heist» (Soundtrack des Films Inception/Quelle: Youtube)

Stammtisch-Wissen:

«Nume GC günnt dä Match», dröhnt die Stimme von Bruno Stöckli alias Nöggi nach jedem Heimsieg der Grasshoppers durch die Letzigrund-Lautsprecher. «Sie chönnds ja ruhig probiere aber s’isch doch alles Quatsch», singt der fröhliche Mann mit der Klampfe aus tiefstem Herzen. Doch fussballerisch hat Nöggi anscheinend mehrere Herzen: Er ehrte nämlich auch die Amateurkicker vom FC Zürich-Affoltern mit einem Song («Mir sind vom FCA») und spielte nach dem gewonnenen Cupfinal 2000 für die FCZ-Fans und den tanzfreudigen Präsidenten Sven Hotz auf.

«GC-Song» von Nöggi (Quelle: Youtube)

Neuchâtel Xamax FCS

Statistisches aus der Vorsaison

Klassierung: 1. Platz Brack.ch Challenge League
Bester Skorer:
R. Nuzzolo (26T/10A/34Sp)
Besonderes: Neben Raphaël Nuzzolo machte bei Xamax Mike Gomes auf sich aufmerksam. Der Aussenverteidiger verpasste in den letzten 80 Meisterschaftspartien in Serie nicht eine einzige der insgesamt 7200 Spielminuten (Nachspielzeit nicht mitgezählt).

Anzahl Saisons in 1. Division: 39. Saison (1973-2006, 2007-12, 2018-19)
Debüt-Saison in 1. Division:
1973
Anzahl Aufstiege in 1. Division:
3

Einlauf-Hymne 2018/19:

«NX FC»: Hymne kreiert von Xamax-Fans basierend auf einem Fanlied. Zu sehen im Film «Le chant du phéNiX» des Senders Canal Alpha (ab 48:36)

Stammtisch-Wissen:

Neuchâtel Xamax FCS ist Rekordsieger...Nein, nicht in der Meisterschaft. GC-Fans können also beruhigt durchatmen. Die Neuenburger sind Rekordtitelhalter im Schweizer Supercup. Am 3. August 1986 wurde der SKA-Supercup erstmals ausgetragen. Der Meister duellierte sich mit dem Cupsieger. Die Einnahmen flossen jeweils einer wohltätigen Organisation zu. Xamax gewann den Titel dreimal (1987, 1988 und 1990). Nach 5 Austragungen wurde der Wettbewerb eingestellt.

JahrMeisterResultatCupsieger
1986BSC Young Boys3:1FC Sion
1987Neuchâtel Xamax3:0BSC Young Boys
1988Neuchâtel Xamax2:2 n.V. 5:2 i.E.Grasshopper Club Zürich
1989FC Luzern2:4Grasshopper Club Zürich
1990Grasshopper Club Zürich1:1 n.V 3:4 i.E.Neuchâtel Xamax*

* GC gewann 1990 das Double, Xamax nahm als Cupfinalist teil

 

 

Die Trophäe des SKA Supercups (1986-90)

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