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75 Jahre Köbi Kuhn

  • Köbi Kuhn mit seiner Frau Jadwiga im Foyer des KKL.

    Jakob «Köbi» Kuhn mit seiner Frau Jadwiga anlässlich der SFL Award Night 2017 in Luzern. (SFL)

Eine Fussball-Legende feiert Jubiläum: Köbi Kuhn wird 75 und die Swiss Football League mischt sich unter die Gratulanten. Denn der Zürcher prägte den Schweizer Profifussball als Spieler und als Trainer. Eine Würdigung in Zahlen.

Jakob «Köbi» Kuhn kann an seinem 75. Geburtstag auf eine imposante Karriere zurückblicken. Als Spieler dribbelte er sich zuerst in die Herzen der FCZ-Fans und als Trainer der Schweizer Nationalmannschaft gewann er jene der gesamten Nation dazu. Der Beweis für seine uneingeschränkte Popularität folgte 2007, als ihn das Schweizer TV-Publikum zum «Schweizer des Jahres 2006» wählte.

Eine (fast) treue Seele
Seine Zeit als Spieler verbrachte Köbi Kuhn fast ausschliesslich beim FC Zürich. Von 1960 bis 1977 schnürte er sich die Schuhe für die Limmatstädter. Nur in der Sommerpause 1969 drohte die Liaison kurzzeitig zu zerbrechen. Kuhn erlag einem lukrativen Angebot des Stadtrivalen GC, kehrte nach der Androhung einer zweijährigen Sperre aber zum FCZ zurück (die komplette Geschichte gibt es auf Blick.ch).

Für den FCZ bestritt Kuhn in den 17 Jahren 398 Meisterschaftspartien (554 Pflichtspiele insgesamt/Quelle: dbfcz.ch) und erzielte dabei 79 Treffer. In seiner Titelvitrine stehen 6 Meistertitel und 5 Cupsiege.

Nach seinem Rücktritt als Spieler bekleidete Kuhn ab 1979 diverse Funktionen beim FC Zürich. Unter anderem war er eine zeitlang Sportchef, technischer Leiter der Juniorenabteilung und auch Nachwuchstrainer. Und auch als Trainer sollte der Sohn eines Schreinermeisters aus Zürich-Wiedikon bleibende Spuren hinterlassen.

«Köbi-National»
1996 wechselte Köbi Kuhn zum Schweizerischen Fussballverband und trainierte zuerst die U18, später dann die U21-Auswahl. 2001 folgte die Beförderung zum Nationaltrainer der A-Auswahl. Unter Kuhn qualifizierte sich die Schweizer Nati dreimal in Serie für ein grosses Turnier.

An der EM 2004 in Portugal landet die Schweiz in einer Hammergruppe mit Frankreich, England sowie Kroatien und scheidet mit nur einem Punkt (0:0 gegen Kroatien) nach der Gruppenphase aus. An der WM 2006 in Deutschland stiess die Nati als Gruppensieger ins Achtelfinale vor und scheiterte dann im legendären Elfmeterschiessen an der Ukraine.

Abschied zuhause
Die Heim-EM 2008 in der Schweiz und Österreich wurde dann zu Kuhns Abschiedstournee. Nach dem frühen Aus in der Gruppenphase verabschiedeten die Spieler ihren Trainer nach 7 Jahren mit einem Transparent: «Merci Köbi!». Die Swiss Football League und der Schweizer Profifussball können sich diesen Worten nur anschliessen.

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