Saisonvorschau Brack.ch Challenge League 2019/20

In der Kompaktvorschau zur Saison 2019/20 steht die Frage im Zentrum: Welche "Legende" steht für welches Team? Was für Persönlichkeiten haben den SFL-Klubs ihren Stempel aufgedrückt? Zudem werden im Rückblick einige Statistiken der abgelaufenen Saison repetiert. Abgerundet wird die Vorschau wieder mit schönen Anekdoten aus dem umfassenden SFL-Archiv und dem reichhaltigen Geschichten-Fundus des «ZWÖLF»-Magazins. Damit glänzt du bei jeder Stammtischrunde!

Grasshopper Club Zürich

Statistisches aus der Vorsaison

Klassierung: 10. Platz Raiffeisen Super League
Bester Skorer: Marco Djuricin (6T/1A/23Sp)
Besonderes: Zuerst muss GC eine bittere Pille schlucken. Der Rekordmeister (27 Titel) stieg 2018/19 zum ersten Mal seit 70 Jahren wieder in die zweithöchste Liga ab. Doch die Vergangenheit bietet einen Hoffnungsschimmer. 1952 wurden die «Hoppers» als Aufsteiger direkt Meister...ein bisher einmaliger Coup in der Schweizer Fussballgeschichte seit 1933

Anzahl Saisons in 2. Division: 3. Saison (1949-51, 2019-20)
Debüt-Saison in 2. Division:
1949

Die Meistersaison von GC 1952

Stammtisch-Wissen: Klub-Legenden

Um die Bedeutung von Fredy Bickel für GC zu erfassen, reichen ein paar Zahlen: 21 Saisons, 476 Spiele, 252 Tore, 7 Meistertitel, 9 Cupsiege, WM-Teilnehmer 1938 und 1950. Der Stürmer war ein Meister der Körpertäuschungen, der Finten, Dribblings und Absatztricks. «Rastelli des Rasens» nannte man ihn auch – in Anlehnung an den italienischen Jonglierkünstler Ernesto Rastelli. Dabei legte er nie besondere Lauffreudigkeit an den Tag. «Seine Augen waren überall, dafür operierte er buchstäblich auf einem Bierdeckel», sagte Erich Vogel einst über Bickel. Dieser betonte stets: «Ich bin für das Toreschiessen da, den Rest sollen die andern machen.» Besonders leicht fiel ihm das in der bis anhin letzten Nationalliga-B-Saison der Grasshoppers 1950/51: Unglaubliche 31 Tore gelangen ihm da in 23 Spielen, zwei Mal gelang ihm ein Viererpack.

Alfred Bickel im Trikot von GC 1948 (Quelle: gcz.ch)

FC Aarau

Statistisches aus der Vorsaison

Klassierung: 2. Platz
Bester Skorer: Varol Tasar (11T/8A/33Sp)
Besonderes: Der FC Aarau erlebte 2018/19 eine regelrechte Achterbahnfahrt. Die Aarauer starteten mit 8 Niederlagen aus den ersten 11 Runden miserabel in die Saison, hielten in der Winterpause trotz Kritik an Trainer Patrick Rahmen fest, legten mit 41 Punkten die zweitbeste Rückrunde aller BCL-Teams hin und verpassten letztlich den Aufstieg in die RSL gegen Xamax im Penaltyschiessen

Anzahl Saisons in 2. Division: 41. Saison (1944-54, 1958-81, 2010-13, 2015-20)
Debüt-Saison in 2. Division:
1944

Das dramatische Barrage-Rückspiel 2018/19

Stammtisch-Wissen: Klub-Legenden

Es war eine der grössten Sensationen der Schweizer Fussballgeschichte, als sich der FC Aarau 1993 zum Meister kürte. Mit deutlich weniger Mitteln aber einem ausgeprägten Teamgeist überraschte das Team von Trainer Rolf Fringer alle. Und dieses Zusammengehörigkeitsgefühl lebte noch lange weiter: Als der FC Aarau nach der Jahrtausendwende aus finanziellen Gründen sein Seniorenteam streichen sollte, rief das Charly Herberth auf den Plan. Er amtete damals als Spielertrainer der FC-Suhr-Veteranen, und lotste gleich eine Reihe FCA-Legenden auf die Hofstattenmatten: Neben Captain Bernd Kilian (291 Spiele für den FCA) liefen bald auch Petar Aleksandrov (124 Spiele), Ryszard Komornicki (240 Spiele), Dariusz Skrzypczak (269 Spiele) oder Marcel Heldmann (190 Spiele) für die Suhr-Veteranen auf, zeitweise unterstützt von Jeff Saibene und René Weiler. Und fortan war schon Anfang Saison klar: Der Meistertitel, der geht nach Suhr.

Meisterfeier FC Aarau 1993 (Quelle: Youtube)

FC Lausanne-Sport

Statistisches aus der Vorsaison

Klassierung
: 3. Platz
Bester Skorer: Maxime Dominguez (7T/5A/29Sp)
Besonderes: Lausanne war 2018/19 mit 14 Treffern die gefährlichste Mannschaft nach Standard-Situationen. 9 Mal trafen die Waadtländer nach Eckbällen, 5 Mal nach Freistössen

Anzahl Saisons in 2. Division: 11. Saison (2002-03, 2005-11, 2014-16, 2018-20)
Debüt-Saison in 2. Division:
2002

Lausannes Standard-Statistik 2018/19

Stammtisch-Wissen: Klub-Legenden

Erich Burgener gilt als eine der grössten Legenden der Lausanner. Der Walliser hütete ab 1970 elf lange Jahre das Tor auf der Pontaise. Geformt von der Schweizer Torwartlegende Franck Séchehaye hatte Burgener seinen Konkurrenten einiges voraus: Für einen Schlussmann verfügte er über beachtliche Technik und war zudem schnell. Diese Voraussetzungen brachten Lausanne-Trainer Miroslav Blažević im Februar 1977 dazu, ein gewagtes Experiment anzugehen. Weil seine Stürmer nämlich gerade eine Torflaute erlebten, beorderte er Burgener für das Léman-Derby gegen Servette in den Sturm! Und tatsächlich traf der nominelle Goalie zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung. Leider lief es seinem Ersatz im Tor weit weniger gut, er kassierte sieben Gegentore und Burgener nahm in der Folge wieder seinen angestammten Platz zwischen den Pfosten ein. Nach zwei Cupsiegen, einem Meistertitel mit Servette und 64 Länderspielen trat er 1986 zurück.

Goalie Burgener als Stürmer (Quelle: Youtube)

FC Winterthur

Statistisches aus der Vorsaison

Klassierung: 4. Platz
Bester Skorer: Luka Sliskovic (13T/7A/35Sp)
Besonderes: Der FC Winterthur pflegt das Image des etwas anderen Fussballklubs. Man steht für Werte wie Toleranz, soziales Engagement und Fussball-Nostalgie. Die Verantwortlichen verstehen sich aber auch auf Ruhe und Coolness. Am 19. Oktober 2018, vor dem Spiel gegen Vaduz, fing ein Würstchenstand Feuer und brannte vollständig nieder. Nach der Evakuierung der Zuschauer und mit einstündiger Verspätung wurde die Partie aber dennoch angepfiffen. Der FC Winterthur gewann trotz des Start-Schockmoments mit 2:1 und eroberte zwischenzeitlich den Tabellen-Thron. Übrigens: 3000 Zuschauer liessen sich den Sieg ebenfalls nicht entgehen...

Anzahl Saisons in 2. Division: 53. Saison (1950-56, 1958-59, 1961-66, 1967-68, 1977-82, 1983-84, 1985-98, 1999-2020)
Debüt-Saison in 2. Division: 1950

Sieg trotz Brand im Stadion (Quelle: SchütziTV)

Stammtisch-Wissen: Klub-Legenden

Es ist eine Weile her, seit zuletzt ein Spieler aus dem Kader des FC Winterthur ein Natiaufgebot erhielt. Einer der letzten war 1974 Rolf Bollmann, Spitzname «Eisenfuss», der seine Qualitäten einst so umschrieb: «Ellenbogen ausfahren, Hodenklemmen, bei Freistössen den Gegner mit einer Stecknadel in den Hintern stechen, grausame Sachen». In 199 Partien für Winterthur kassierte er dafür erstaunlicherweise nur 23 Gelbe und eine Rote Karte. Bei seinem einzigen Länderspiel gegen Belgien hatte er die Linsen im Hotel vergessen, weshalb er sich darauf beschränkte, «den Gegenspieler unten in der Mitte festzuhalten». Sein Highlight erlebte der Verteidiger ein Jahr später mit dem Cupfinal gegen Basel, auf den er sich mit einem mit Schlankheitstropfen und Amphetaminen durchsetzten Kaffee einstimmte. Erfolgreicher war Bollmann als Unternehmer: 1999 gründete er «20 Minuten», bis vor Kurzem war er Mitverleger der «Basler Zeitung».

Steckbrief Rolf Bollmann (Quelle: fussballhelden.com)

FC Wil 1900

Statistisches aus der Vorsaison

Klassierung: 5. Platz
Bester Skorer: Carlos Silvio (5T/5A/25Sp)
Besonderes: In der Saison 2017/18 stand in der Vorschau noch, dass Wil mit 117 Offsides die abseits anfälligste Mannschaft der BCL war. Das Team hat offensichtlich mitgelesen:: 2018/19 standen die Wil-Spieler nur noch 70 Mal Offside...das ist nun der tiefste Wert aller Schweizer BCL-Mannschaften. Nur Vaduz stand weniger oft abseits

Anzahl Saisons in 2. Division: 28. Saison
(1952-54, 1992-2002, 2004-20)
Debüt-Saison in 2. Division:
1952

Offside-Tabelle 2018/19

Stammtisch-Wissen: Klub-Legenden

Einen Karrieresprung macht man beim FC Wil am besten von der Trainerbank aus. Marcel Koller, Uli Forte, Hanspeter Latour oder Christian Gross legten hier den Grundstein für ihre spätere Laufbahn. Zu Gross’ Zeiten – er war von 1988 bis 1993 im Bergholz tätig – reichte das Budget noch nicht für eine Vollzeitstelle. Nebenbei war Gross auch noch Marketingleiter der Schweizer Ausrüsterfirma Blacky (Artikel: Die Blacky-Story) und als solcher massgeblich daran beteiligt, einen sehr prestigeträchtigen Partner zu finden: die Schweizer Nati. Sie lief bald auf mit einem grossen Schweizer Kreuz auf dem Bauch und vielen, vielen Streifen, quer und diagonal. Die Firma mit den bunten Dressen schlitterte 1993 in den Konkurs, das damalige Natitrikot aber hat noch heute Kultstatus.

Das Kult-Trikot von Blacky (Quelle: ZWÖLF)

FC Vaduz

Statistisches aus der Vorsaison

Klassierung: 6. Platz
Bester Skorer: Milan Gajic (9T/3A/30Sp)
Besonderes: Der FC Vaduz krönte sich dank einem knappen 3:2 über den FC Ruggell zum 47. Mal zum liechtensteinischen Cupsieger. Damit baute das Team von Mario Frick den Weltrekord weiter aus. Es war seit 1998 der 21. Cuperfolg (von 22 Austragungen) des FCV.

Anzahl Saisons in 2. Division: 15. Saison (2001-08, 2009-14, 2017-20)
Debüt-Saison in 2. Division:
2001

Alle Cupsiege des FC Vaduz (Quelle: Wikipedia)

Stammtisch-Wissen: Klub-Legenden

Peter Jehle ist eine Legende. 132 Länderspiele für Liechtenstein absolvierte er, für den besten Klub aus dem «Ländle» stand er 220 Mal zwischen den Pfosten. Höchste Ehren erhielt er aber schon zuvor. 2007, damals noch bei Boavista Porto unter Vertrag, wurde er in eine Weltauswahl berufen für ein Benefizspiel. Zidane, Ronaldo, Sergio Ramos, Dida, Hakan Sükür und viele mehr waren dabei. Angekarrt wurden die Stars einzeln in Limousinen mit getönten Scheiben, empfangen wurden sie von 2000 sehnsüchtig wartenden Fans. Jehle später: «Beim Blick auf all die gezückten Kameras hätte ich meinen Chauffeur am liebsten weiterfahren lassen. Doch ich musste da durch. Der Moment, in dem ich aus der Limousine trat, war bizarr. Die Fotokameras blieben stumm, die Leute schauten sich verdutzt an. Jedem Fan stand die Frage ins Gesicht geschrieben: Wer zur Hölle ist denn das?» Im Spiel parierte er dann mehrere Schüsse von Ronaldo, der sich in der 30. Minute auswechseln liess. Jehle wurde nie mehr für eine solche Partie aufgeboten.

Charity-Spiel 2007 mit Peter Jehle (Quelle: Youtube)

FC Schaffhausen

Statistisches aus der Vorsaison

Klassierung: 7. Platz
Bester Skorer: Miguel Castroman (11T/3A/25Sp)
Besonderes: Der FC Schaffhausen war mit 6 Treffern die gefährlichste Mannschaft nach Freistössen. Nach Eckbällen netzten die Munotstädter nur einmal ein. 7 Treffer nach Standards reichte in diesem Spezialklassement nur für Rang 7

Anzahl Saisons in 2. Division: 42. Saison (1945-48, 1951-55, 1957-61, 1962-63, 1964-65, 1984-2000, 2002-04, 2007-11, 2013-20)
Debüt-Saison in 2. Division:
1945

Klassement nach Freistosstoren 2018/19

Stammtisch-Wissen:

Heinz Akeret war sowas wie der Glücksbringer des FC Schaffhausen. 50 Tore erzielte er in 95 Spielen für den FCS, darunter einige äusserst wichtige. Bereits 1954 sicherte er gegen den FC Biel mit seinem Treffer den Aufstieg in die Nationalliga A, und auch im Entscheidungsspiel um den erneuten Aufstieg 1961 lief es ganz gut. Akeret hatte gegen Bellinzona in der 35. Minute auf 2:0 erhöht, doch als nach einer Stunde der Anschlusstreffer der Tessiner annulliert worden war, wurde die Situation hitzig. Eine Gruppe Tifosi stürmte den Platz und ging mit Fäusten, Tritten und Hieben mit Fahnenstangen auf den Schiedsrichter los, die Partie wurde abgebrochen. Nach langen Verhandlung wurde ein Wiederholungsspiel angesetzt, Schaffhausen gewann souverän mit 4:0. Zwei Tore steuerte bei – wie könnte es anders sein – Heinz Akeret.

Heinz Akeret 1959 im Trikot des FC Winterthur (Quelle: FCW1896.ch)

SC Kriens

Statistisches aus der Vorsaison

Klassierung: 8. Platz
Bester Skorer: Nico Siegrist (16T/11A/32Sp)
Besonderes: Nico Siegrist sicherte sich mit 16 Toren die Torschützen-Krone in der BCL. Er musste sie sich aber mit Aldin Turkes vom FC Rapperswil-Jona teilen. Ein Novum in der Geschichte der Challenge League (seit 2003).

Anzahl Saisons in 2. Division: 27. Saison (1976-81, 1986-87, 1990-93, 1994-97, 1998-2008, 2009-12, 2018-20)
Debüt-Saison in 2. Division:
1976

Der «Goal-Battle» Siegrist vs. Turkes

Stammtisch-Wissen:

Ende der 90er-Jahre gelang dem kleinen SC Kriens zwei Mal sensationell der Aufstieg in die Nationalliga A. Auch die Rückkehr in die Challenge League 2018 gilt als grosser Erfolg. Doch ein Datum wird immer einen besonderen Platz in der Klubhistorie haben: der 27. Juli 1999. Dann nämlich empfing der SCK im Rahmen des SRS-Cup den übermächtigen FC Bayern München mit seinen Stars Elber, Babbel, Jeremies oder Santa Cruz und Trainer Hitzfeld. Ein leichtes Spiel? Denkst: Der Aussenseiter ging bis an die Grenzen, Uli Forte scheute keinen Zweikampf, und tatsächlich hiess es zum Schluss 1:1. Und es kam noch besser: Kriens siegte im Elfmeterschiessen! Der verletzte Effenberg soll hämische Kommentare der Gegenspieler gekontert haben mit: «Ich verdiene mehr als ihr Clowns alle zusammen.» Dass sicheren Elfmeterschützen offenbar eine spätere Trainerkarriere bevorsteht, zeigte sich damals auf dem Kleinfeld: Neben Uli Forte trafen auch der heutige FCL-Trainer Thomas Häberli und für die Bayern Thorsten Fink.

Die Anzeige zum legendären Spiel Kriens-Bayern

FC Chiasso

Statistisches aus der Vorsaison

Klassierung: 9. Platz
Bester Skorer: Zoran Josipovic (11T/2A/30Sp)
Besonderes: Chiasso muss für die neue Saison die Defensive stabilisieren. Die Tessiner kassierten zuhause 2018/19 insgesamt 36 Gegentore. So viele wie keine andere Mannschaft in der BCL. Die Chiassesi sind aktuell auch der aktivste Klub auf dem Transfermarkt: Aus dem laufenden «Mercato» wurden schon 15 neue Spieler akquiriert

Anzahl Saisons in 2. Division: 40. Saison (1947-48, 1961-62, 1965-72, 1974-78, 1982-83, 1984-92, 1993-94, 1995-96, 1998-99, 2003-08, 2010-20)
Debüt-Saison in 2. Division:
1947

Transfers Brack.ch Challenge League:

Stammtisch-Wissen:

Karl Messerli war das, was man gerne als «NLB-Bomber» bezeichnet. 49 Tore schoss der Basler für Brühl, Nordstern und Chiasso und holte sich 1969 den Titel des NLB-Torschützenkönigs. Im Tessin trat er damit das würdige Erbe der Klubikone Ferdinando Riva – genannt Riva IV – an (448 Spiele, 177 Tore). Die Nähe zur Grenze inspirierte Messerli zu späteren internationalen Geschäftstätigkeiten: Er liess in Nordkorea Plüschtiere herstellen, 2008 sicherte er sich die Transferrechte für dortige Fussballer (Artikel TagesWoche). Einige davon wechselten daraufhin in die Schweiz, etwa Kwang-Ryong Pak (Wil, FC Basel, Vaduz, Biel, Lausanne) oder Kim Kuk-jin (Concordia, Wil).

Karl Messerli mit Kwang Ryong Pak (Quelle: TagesWoche)

FC Stade-Lausanne-Ouchy

Statistisches aus der Vorsaison

Klassierung:1. Platz Promotion League
Bester Skorer: Karim Chentouf (22T/26 Sp. für Stade Nyonnais)
Besonderes: Aufsteiger FC Stade-Lausanne-Ouchy ist der 100. Klub, der in der 1944 gegründeten zweithöchsten Schweizer Liga seine Spuren hinterlassen wird - und der 38. Vertreter auf Stufe der 2003 gegründeten Challenge League.

Anzahl Saisons in 2. Division: 1. Saison (2019-20)
Debüt-Saison in 2. Division: 2019

Einige historische Fakten zu SLO:

Der FC Stade-Lausanne-Ouchy hat einige bekannte Namen hervorgebracht:

» Henri Guisan (1874-1960) war von 1929 bis 1993 Präsident von Stade-Lausanne, ehe er im August 1939 zum General und Amree-Chef der Schweiz befördert wurde

» Richard Dürr (1938-2014) wurde zwar in Brühl zum Fussballer ausgebildet, stellte sich aber insgesamt 20 Jahre seines Lebens in den Dienst von SLO. Der 15-fache Schweizer Nationalspieler und Meister mit YB und Lausanne war Spieler, Trainer und Präsident bei den Waadtländern

» Norbert Eschmann (1933-2009) spielte als 16-Jähriger bei den Junioren (1949-50). In seiner Fussballer-Karriere spielte er für Lausanne, La Chaux-de-Fonds, Servette, YB sowie Sion und stand als Profi auch in Paris und Marseille unter Vertrag. Für die Schweizer Nationalmannschaft brachte er es auf 15 Einsätze. Später war er Chefredakteur bei der Zeitung 24 heures

» Blaise N'Kufo (Jahrgang 1975). Der 34-fache Schweizer Nationalspieler war von 1988 - 1992 Junior bei SLO. Danach war er auch für Lausanne-Sport, GC, Lugano, Luzern, Mainz, Hannover und Twente Enschede aktiv

Stammtisch-Wissen:

Die grosse Figur steht beim Aufsteiger an der Seitenlinie: Trainer Andrea Binotto ist Mathematiklehrer, hat einen IQ von 150 und wird folgerichtig gerne «Professor» genannt. Seit 2013 coacht er die Waadtländer und führte sie mit drei Aufstiegen von der 2. Liga interregional bis in die Challenge League. Und doch ist Andrea nicht das berühmteste Mitglied der Familie Binotto: Sein Bruder Mattia ist nämlich Teamchef der Scuderia Ferrari in der Formel 1.

Andrea Binotto im Interview (Quelle: Teleclub/Youtube)

Kooperation

Alle zwei Monate gibt es im Magazin «ZWÖLF» Fussball-Geschichten aus der Schweiz zu lesen. Mit grosser Leidenschaft, einer gehörigen Portion Fachwissen und stets mit einem Augenzwinkern werden die Schweizer Klubs und die Nati begleitet, vergessen geglaubte Legenden aufgespürt und auch von abseits des Rampenlichts berichtet. Besucher von SFL.CH erhalten das 1- oder 2-Jahres-Abo mit 15% Rabatt mit dem Promocode SFL2018, anzugeben bei der Bestellung über den Aboservice.